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Trauer von Männern nach Fehlgeburt oder Totgeburt
Poster vom 29.11.2007
Auf einer Homepage war 6 Monate lang (von September 2006 bis März 2007)
ein anonymisierter Fragenbogen zum Thema "Trauer von Männern nach Fehlgeburt
oder Totgeburt" geöffnet. In diesem Zeitraum wurde der Bogen 446 mal beantwortet.
Es wurden Fragen zum aktuellen Erlebnis und dem sozialen Kontext gestellt und die
Münchner Trauerskala (MTS) integriert. Die MTS ist der einzige im Deutschen validierte
Fragebogen zu Trauer.
Ergänzend zum Fragebogen...
... weitere Informationen auf dem Poster (PDF)
Wie reagieren Männer auf Fehlgeburten
www.maennerstudie.de sucht Studienteilnehmer für Tabuthema
Pressemitteilung vom 30. Oktober 2006
Eine neue Studie der Universität Witten / Herdecke möchte erforschen, wie
Männer auf Fehlgeburten reagieren. Bisher sind dazu fast ausschließlich
Frauen befragt worden. Auf der Internetseite www.maennerstudie.de können
nun auch Männer anonym ihre Gefühle und Emotionen beschreiben. Die
Studie wird von Christoph Hemcke, Oberarzt für Frauenheilkunde an den
Städtischen Kliniken Dortmund, geleitet.
Er kennt daher die Situation nur zu
gut: „Als Arzt konzentriere ich mich in der Akutsituation einer Krise in der
Schwangerschaft natürlich auf die Frau, sowohl medizinisch wie
mitmenschlich. Die Männer müssen dann sehen, mit wem sie reden können.“
Und das möchte er nun in seiner Doktorarbeit an der Universität Witten /
Herdecke erforschen. Bisher liegen – wenn überhaupt – nur veraltete Studien
vor. „Es gibt keine Betreuungsangbote, keine Selbsthilfegruppen, wir wissen
nicht, wie Männer den Verlust eines ungeborenen Kindes verarbeiten. Das
möchten wir herausbekommen“, beschreibt Hemcke seinen Ansatz. ...
... weitere Informationen in der Pressemitteilung
Online-basierter Fragebogen zur Trauererfassung bei Männern nach Fehl- oder Totgeburt
In der Gesellschaft ist der Anspruch entstanden, die Männer bzw. Väter intensiv mit in die Schwangerschaft einzubeziehen. Frühe Ultraschalluntersuchungen, zum Teil in 3D- und 4D-Modus, werden sehr viel häufiger als vor einigen Jahren in Anwesenheit der Väter durchgeführt, so dass der Fötus auch von diesen direkt erlebt wird, jedoch bleibt die "Vater-Kind-Beziehung" bei der Betreuung von Müttern nach Fehl- oder Totgeburten unberücksichtigt. Über eine eigens entworfene Homepage mit der Adresse "www.maennerstudie.de" ist ein anonymisierter Fragebogen erreichbar. In diesen ist neben einigen offenen und geschlossenen Fragen als Messinstrument zur Erfassung von Trauer nach dem Verlust eines ungeborenen Kindes die Münchner Trauerskala (MTS) integriert, eine erweiterte, validierte deutsche Übersetzung der Perinatal Grief Scale (PGS). Nach entsprechender Öffentlichkeitsarbeit zur Publikmachung des Fragebogens wird dieser Mitte März geschlossen und die ersten Ergebnisse sollen mittels eines Posters im Mai 2007 auf der 206. Tagung der NWGGG in Wuppertal präsentiert werden.
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... weitere Informationen auf dem Poster
Einstellung von Medizinstudenten und Ärzten zur Möglichkeit der Gendiagnostik
und ihr Wissen zum hereditären Brustkrebs
Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 48.000 Frauen an Brustkrebs. Während die
meisten dieser Erkrankungen sporadisch auftreten, lassen sich 5-10% ursächlich auf
eine genetische Disposition zurückführen.
Mitte der 90er Jahre wurde die beiden Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2
entdeckt, die für etwa 50% der hereditär bedingten Brustkrebserkrankungen
verantwortlich sind. Frauen aus Risikofamilien haben seitdem die Möglichkeit testen
zu lassen, ob sie Trägerin einer BRCA-Mutation sind oder nicht.
Für Anlageträgerinnen besteht ein bis zu 80%iges Risiko an Brustkrebs zu
erkranken. Gleichzeitig sind die Erkrankungsrisiken auch für andere
Krebserkrankungen, insbesondere für das Ovarialcarcinom erhöht.
Das hohe Erkrankungsrisiko bedeutet für Anlageträgerinnen eine enorme
psychische Belastung, so dass vor Durchführung eines Gentests im Rahmen einer
interdisziplinären Beratung geklärt werden muss, ob eine Indikation zur BRCA Diagnostik
besteht und ob die Ratsuchende in ihrer aktuellen Situation in der Lage
ist, auch ein positives Ergebnis zu verarbeiten.
Um zu einer solchen Beratung zu gelangen, muss einer Frau aber zunächst bewusst
werden, dass in ihrer Familie möglicherweise eine erbliche Form von Brustkrebs
vorliegen könnte. ...
... weitere Informationen auf dem Poster
Offen für alle - Sind wir eine Brustkrebsfamilie?
Vorstellung einer genetischen Beratungssprechstunde
1990 und 1995 wurden die beiden „Brustkrebsgene“ BRCA-1 und BRCA-2 entdeckt. Seitdem haben Frauen aus Familien mit erblicher Disposition die Möglichkeit untersuchen zu lassen, ob sie
Anlageträgerinnen sind oder nicht.
Nicht möglich ist dagegen die Ausschlußdiagnostik für Frauen, die aufgrund von Erkrankungen bei
Verwandten oder eines Sicherheitsbedürfnisses prüfen lassen möchten, ob sie ein genetisch bedingtes
erhöhtes Brustkrebsrisiko haben.
Die Entdeckung der BRCA-Gene wurde und wird auch in der Laienpresse lebhaft diskutiert. Dies hat
in der breiten Bevölkerung auch zu erheblicher Verunsicherung und Angst geführt. Der Bedarf an
qualifizierter Beratung insbesondere der Frauen und Familien, die nicht zu den „Krebsfamilien“
gehören, ist offensichtlich.
Um Frauen und Familien, die in Sorge um ihre persönlichen Krebsrisiken sind, die Möglichkeit zur
angemessenen Information und Beratung zu geben, wurde im Dezember 2002 an der Frauenklinik im
Klinikum Ibbenbüren (Brustzentrum Nordmünsterland) ein Beratungsangebot geschaffen, das bisher
von 55 Frauen in Anspruch genommen wurde.
Informationen über Krankheitsrisiken werden in den Medien regelmäßig verbreitet. Kaum eine Frau
kann sich den (mehr oder weniger sachlichen bzw. korrekten) Berichten über Brustkrebsrisiken sowie
Reportagen zu populären Erkrankten verschließen. Der „Erblichkeit von Brustkrebs“ kommt dabei
ein besonderer Stellenwert zu. Schlagzeilen wie „1 von 9 Frauen erkrankt an Brustkrebs“ und „Erblicher Brustkrebs“ tragen dazu bei, dass das eigene Erkrankungsrisiko überschätzt wird,
insbesondere von den Frauen, die erkrankte Verwandte haben (Übersicht bei Mehnert et al., 2001).
Die Information der Bevölkerung über Sinn und Nutzen der Früherkennungsuntersuchungen,
insbesondere durch die inzwischen etablierten Brustzentren, bedeutet auch eine Verpflichtung zur
Fürsorge den Frauen gegenüber, die durch die Informationen zunächst erschreckt werden und sich
fragen: Sind wir eine Brustkrebsfamilie?
... weitere Informationen auf dem Poster
Kenntnisstand betroffener Frauen zur Entstehung und Erblichkeit von Brustkrebs
und ihre Einstellung zur BRCA-Diagnostik
Durch Identifizierung der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 ist es mit der Durchführung von Gentests möglich, für einzelne Familienmitglieder in betroffenen Familien eine Aussage darüber zu machen, ob durch Mutation eines dieser Gene eine erbliche Disposition und damit ein deutlich erhöhtes Risiko, nicht nur an Brustkrebs, sondern auch an Ovarial- oder anderen Carcinomen zu erkranken, besteht oder nicht.
Die Durchführung eines solchen Gentests macht eine ausführliche genetische und psychologische Beratung der Ratsuchenden vor und auch nach der Durchführung des Tests erforderlich. Der Ratsuchenden muss dabei verständlich dargestellt werden, was untersucht wird und wie die Untersuchungsergebnisse zu interpretieren sind. Zudem muss sie wissen, dass das Untersuchungsergebnis, selbst wenn keine Mutation nachgewiesen wird kann, eine psychische Belastung für sie bedeuten kann.
Zur Durchführung der Beratungen wäre es hilfreich den allgemeinen Kenntnisstand von Frauen zur Entstehung und Erblichkeit von Krebserkrankungen und Brustkrebs, sowie ihren Umgang damit, zu kennen.
Eine Frau, die sich begründet oder unbegründet Sorgen macht, ob in ihrer Familie eine erbliche Form des Brust- oder Eierstockkrebses vorliegt, wird sich in der Regel mit dieser Frage zunächst an ihren behandelnden Frauen- oder Hausarzt wenden. So wird dieser oft als erster mit der Frage nach einem Gentest konfrontiert und muss seine Patientin kompetent beraten. Sein Wissen und seine Einstellung hierzu, wird das weitere Handeln seiner Patientin unter Umständen entscheidend beeinflussen.
Ziel der Studie ist es daher, zum einen den Kenntnisstand der Betroffenen zur Entstehung und Erblichkeit von Krebserkrankungen und Brustkrebs zu ermitteln und festzustellen, ob es ein Bewusstsein für Erblichkeit gibt. Zum anderen soll das Wissen und die Einstellung von Ärzten zu diesem Thema zu erhoben werden.
... weitere Informationen auf dem Poster
Management einer für Osteogenesis imperfecta Typ II diskordanten Geminigravidität
Die Osteogenesis imperfecta Typ II ist eine letale Skelett-dysplasie, deren Inzidenz 1-2:100.000 Geburten beträgt. Es handelt sich in der Regel um autosomal-dominante Neumutationen im COL1A1- oder im COL1A2-Gen.
Die 24 j. IG., OP stellte sich bei dichorioter, diamnioter Geminigravidität erstmals in der 20+1 SSW zur sonographischen Feindiagnostik vor. Auffallend war ein diskordantes Wachstum mit extrem verkürzten langen Röhrenknochen bei Geminus II. Geminus I war sonoanatomisch unauffällig. Wir führten zunächst eine Fruchtwasseranalyse beider Feten durch, die numerischen und strukturellen Chromosomenanalysen waren unauffällig (Geminus I: 46, XY; Geminus II: 46, XX). Der detaillierte Ultraschall bei Geminus II ergab folgenden Befund: IUGR, Schädelkalotte durch Druck des Ultraschalltransducers verformbar, lange Röhrenknochen verformt, gebogen z.T. mehrfach frakturiert, wenig calzifiziert und weit unter der 1. Perzentile. Platyspondylie, kleiner glockenförmiger Thorax, multiple Rippenfrakturen, perlschnurartige Rippen, V.a. Lungenhypoplasie. Wir stellten die Verdachtsdiagnose "Osteogenesis imperfecta Typ II". Diese Diagnose wurde durch Sequenzierung des COL1A1-Gens an DNS aus kultivierten Amnionzellen mit Identifizierung der krankheitsverursachenden Mutation
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... weitere Informationen auf dem Poster