
Prof.Dr.med. Elisabeth Gödde |
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Datteln |
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Freiwillig geht fast niemand ins Krankenhaus; es sei denn, um einen der Patienten zu besuchen. Auf was ein Besucher zu achten hat
und wie wichtig Aufmerksamkeiten für den Genesungsprozess sind, brachte Nadine Jansen in einem Gespräch mit der
Psychotherapeutin Prof. Elisabeth Gödde in Erfahrung.
Wie wichtig ist Besuch für den Genesungsprozess?
Gödde: Besuch ist insofern wichtig, als dass er die Nabelschnur zum „richtigen" Leben ist und Informationen von draußen transportiert werden. Besuche zeigen den Kranken, dass sie dazu gehören.
Wann sollten Besuche eingeschränkt werden?
Gödde: Es sollte dann auf sie verzichtet werden, wenn der Patient es wünscht oder auch, wenn medizinische Gründe gegen Besuche sprechen, weil jemand gerade sehr belastet ist oder sich nach einer Behandlung unwohl fühlt. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass Patienten auch ein großes Ruhebedürfnis haben.
Sind Patientenwünsche zwecks Besuch grundsätzlich zu respektieren?
Gödde: Wenn jemand keinen Besuch wünscht, sollte man das auch akzeptieren. Alternativ zum Besuch bietet sich die Möglichkeit, einen Brief zu schreiben oder Blümchen schicken, einfach um ein Zeichen zu setzen.
Sollte man beim Besuch immer Geschenke mitbringen?
Gödde: Aufmerksamkeit kann man auch anders übermitteln. Vielleicht indem man einem Kranken aus der Zeitung vorliest. Geschenke sind nicht nötig. Zudem kann man besser gar nichts mitbringen, als etwas Falsches zu schenken. Besser wäre es, vorher zu fragen, ob der Patient etwas Bestimmtes benötigt.
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Prof.Dr.med. Elisabeth Gödde
Fachärztin für Humangenetik, Psychotherapie Castroperstr. 106 45711 Datteln |